Bejagungsregelung

Die Bejagung des Wildes ist so zu regeln, dass die berechtigten Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden gewahrt bleiben sowie die Belange von Naturschutz, Landschaftspflege und des Tierschutzes berücksichtigt werden. Innerhalb der hierdurch gebotenen Grenzen soll die Abschussregelung dazu beitragen, dass ein gesunder, in seiner Sozialstruktur intakter Bestand aller Wildarten in angemessener Zahl erhalten bleibt, so dass eine nachhaltige Nutzung gewährleistet ist und insbesondere der Schutz von Tierarten gesichert ist, deren Bestand bedroht erscheint.

Die Abschussplanung für Schalenwild – ausgenommen Schwarzwild – ist getrennt nach Wildart, Geschlecht und Altersklassen beizubehalten. Sinnvollerweise sollten Vorschläge über die Abschussfestsetzung über die Hegegemeinschaften erfolgen, um einer wildbiologisch erforderlichen, großflächigen Bewirtschaftung Rechnung zu tragen. Dazu benötigen die Hegegemeinschaften bzw. Hegeringe größere Befugnisse als bisher. So sollen die Zahlen des Abschussplanes, falls es revierübergreifend für erforderlich gehalten wird, in einem bestimmten Maß auch unter- oder überschritten werden können. Dadurch wird unvorhergesehenen Veränderungen in den Wildbeständen oder Lebensräumen Rechnung getragen.

Eine planmäßige Bejagung des Schwarzwildes, die sich an Altersklassen orientiert, ist zu fördern. Dabei ist aus wildbiologischen Gesichtspunkten einer ausgewogenen Sozialstruktur Rechnung zu tragen.