Hegegemeinschaften

Die Notwendigkeit die Reviergrenzen überschreitender Hege führt in vielen Gebieten schon seit Jahren zum Zusammenschluss von Revieren zu Hegegemeinschaften, die den Lebensraum bestimmter, dort heimischer Wildarten, insbesondere der großen Schalenwildarten, umfassen. In den Hegegemeinschaften werden insbesondere folgende Maßnahmen getroffen:

Absprachen über die Bejagung, Festlegung von Wildfolgeregelungen, Aufstellung gemeinsamer Abschusspläne sowie Auswertung der Abschussergebnisse, revierübergreifende Hegemaßnahmen (z.B. Äsungsflächen, Fütterung, Ausweisung von Wildruhezonen etc.), Erstellung von Artenschutz- und Hegekonzepten einschließlich Förderung bestandsbedrohter Wildarten.

Dadurch werden mit Zustimmung der Grundeigentümer Leistungen für die Erhaltung, Sicherung oder Wiederherstellung bestmöglicher, natürlicher Lebensgrundlagen für die Wildtiere erbracht.

Bei der Bildung von Hegegemeinschaften ist auf die Zusammenfassung bestimmter Lebensräume für freilebende Tiere zu achten und nicht auf politische Grenzen von Gemeinden oder Kreisen. Dabei sind auch die Reviere der Bundes- und Landesforsten mit einzubeziehen. Das Ziel der Hegegemeinschaften ist nur zu erreichen, wenn alle zugehörigen Revierinhaber bei dieser zeitgemäßen Form der Selbstverwaltung mitarbeiten.

Großflächige Hegegemeinschaften könnten auch angestellten Berufsjägern neue und erweiterte Betätigungsfelder bieten (z.B. Umsetzung von Hegemaßnahmen, Wildmanagement, beratende Funktion, Verwaltungstätigkeiten).