Jagd und Tierschutz

Jagdausübung und Tierschutz sind keine Gegensätze. Jäger töten Tiere aus vernünftigem Grund. Bei der Jagdausübung sind die allgemein anerkannten Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit einzuhalten. Damit wird auch der Tierschutzgedanke verwirklicht.

Die Ausbildung und Prüfung des Jagdhundes ist notwendig, um für Feld-, Wald- und Wasserjagd brauchbare Hunde zur Verfügung zu haben. Die Prüfung ist auch für die Zuchtauswahl erforderlich, da das Leistungsvermögen der Hunde auch erblich bedingt ist.

Die Arbeit des Jagdgebrauchshundes auf der Duftspur der lebenden Ente ist nicht nur für die praktische Wasserwildjagd erforderlich, sondern weist auch auf das Vorhandensein wichtiger Wesensmerkmale hin, die im weiteren praktischen Einsatz unabdingbar sind.

Da u.a. der Fuchs intensiv bejagt werden muss, ist die Baujagd erforderlich. Hierfür werden Bauhunde benötigt, denen man nicht unvorbereitet solche Aufgaben zumuten darf. Deshalb ist die Ausbildung in einer Schliefanlage notwendig.

Vor allem Aspekte des Tierschutzes fordern das Festhalten an der seit Jahrzehnten geltenden Regelung, dass der Schrotschuss auf Schalenwild verboten ist. Auch auf nahe Entfernung läßt der Schrotschuss auf Schalenwild nicht immer eine tödliche Wirkung erwarten. Zudem ist ein Ausschuss nicht sichergestellt, so dass die Nachsuche erschwert wird oder unmöglich ist, was mit unnötigen Schmerzen und Leiden für das angeschossene Stück verbunden ist.

Die Nachsuche krankgeschossenen oder schwerkranken Wildes, auch wenn es in einen fremden Jagdbezirk wechselt, ist eine Verpflichtung in Erfüllung des Tierschutzes, um dem Wild vermeidbare Schmerzen oder Leiden zu ersparen. Dies ist ein allgemein anerkannter Grundsatz deutscher Waidgerechtigkeit. Daher ist beim vorsätzlichen Unterlassen einer erforderlichen Nachsuche der Jagdschein zu versagen bzw. zu entziehen.