Jagdpacht

Die Ausübung des Jagdrechts in seiner Gesamtheit kann an Dritte verpachtet werden. In der Regel werden gemeinschaftliche Jagdbezirke verpachtet, Eigenjagdbezirke zumeist selbst genutzt oder ebenfalls verpachtet. Der steigende Flächenverbrauch führt zu einer Verkleinerung der bejagbaren Flächen.

Überzogene Pachtgebote oder Pachtforderungen, die sich weder am Jagdwert noch am Preisgefüge der Umgebung orientieren, sind abzulehnen. Hier tragen die Verpächer (Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften) eine besondere Verantwortung. Für sie sollten die Person und ihre jagdliche Qualifikation im Vordergrund stehen. Durch sachgemäße Verpachtung ist die ständige Betreuung im Sinne der Aufgaben und Ziele der Jagd sicherzustellen. Bei der Verpachtung von – insbesondere staatlichen – Eigenjagdbezirken sollte nicht die Maximierung der Pachteinnahmen, sondern vielmehr eine wildbiologisch sinnvolle Mindestgröße im Vordergrund stehen.