Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft

In § 1 BJG ist den Jägern vorgegeben, die Hege so durchzuführen, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden. Die Formulierungen des Gesetzgebers und die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass insbesondere pflanzenfressende Wildtiere ganz ohne Verbiss nicht erhalten werden können. Die freilebende Tierwelt wird sich in unserer Kulturlandschaft mit den für sie negativen Veränderungen naturgemäß immer in einer gewissen Konkurrenzsituation zur Land- und Forstwirtschaft befinden. Wildschäden dürfen nicht bagatellisiert werden. Sie können folgende Ursachen haben:

• Verlust an Lebensräumen
• Einengungen der Lebensräume durch Beunruhigungen aller Art
• unzureichende Äsungsverhältnisse
• großflächige Landbewirtschaftung
• verstärkter Anbau von Pflanzen im landw. Bereich, die besonders anfällig für Wildschäden sind
• überhöhte, dem Lebensraum nicht angemessene Wildbestände
• unsachgemäße Fütterung.

Eine Verringerung der Wildschäden kann erfolgen durch:

• Verbesserung der Lebensräume
• natürliche Äsung und Deckung
• angepasste Wilddichten
• Verhinderung von Wildkonzentrationen durch entspr. Äsungsangebot
• sach- und zeitgerechte Fütterung
• die Anwendung von Zaunschutzmaßnahmen sowie Verbiss-, Schäl- und Fegeschutzmitteln
• Betretungsregelungen
• Entflechtung der Freizeit- und Erholungsaktivitäten.