Rehwild

Reh mit Kitz
Foto: Marion/pixelio.de

Größe: 0,60 bis 0,90m Schulterhöhe
Gewicht: 13 bis 20kg (je nach Standort und Lebensalter)
Paarungszeit: Juli/August
Setzzeit: Mai, meistens 2 Kitze (selten 1 oder 3)
Lebensraum: überall in der Landschaft

Gibt es jemanden, der es nicht „niedlich“ findet, das Rehwild?

Als verbreitetste „Schalenwildart“ unserer Heimat ist es zugleich auch besonders bekannt. Dazu trug auch Walt Disney bei, als er „Bambi“ erfand – obwohl der kleine Held dieser Geschichte kein Reh, sondern ein Weißwedelhirsch war.

Aber es ist das Schicksal des Rehwildes, Opfer ständiger Verwechslungen zu werden.

Viele Menschen glauben beispielsweise, das Reh sei das Baby vom Hirsch…

Rehe kommen in unserer Landschaft besonders gut zurecht. Die aufmerksamen Tiere finden fast überall Deckung und Nahrung. Der Bestand in Deutschland liegt bei etwa 2 Millionen – nicht zuletzt wegen dieser Dichte ist das Rehwild auch so häufig in Wildunfälle verwickelt. Doch es gibt noch einen anderen „Mortalitätsfaktor“ für die Rehe: Wildernde Hunde reißen vor allem im Frühsommer eine erschreckende Anzahl von schutzlosen Kitzen.

Rehkitz
Foto: J. Meier-Frankenfeld

Bei den Rehen tragen nur die männlichen Vertreter (Böcke) ein Gehörn. Dieses werfen sie im Spätherbst ab, ehe im Frühling das neue Gehörn ausgewachsen ist. Zur Paarungszeit in den heißen Sommertagen ist Rehwild besonders gut zu beobachten. Die Böcke lassen sich kaum von Umwelteinflüssen beeinträchtigen, wenn sie hinter den „Ricken“ herlaufen. Man sagt auch „Liebe macht die Böcke blind“…