Ringel- und Türkentaube

Ringeltaube

Größe: 40 cm
Gewicht: 500 g
Paarungszeit: April
Brutdauer: 17 Tage, 2 Eier
Lebensraum: Feldgehölze, Waldränder, Siedlungen und Siedlungsränder

Türkentaube

Größe: 25 cm
Gewicht: 200 g
Paarungszeit: April
Brutdauer: 17 Tage, 2 Eier
Lebensraum: Siedlungen und Siedlungsränder

Tauben rufen bei den Menschen oft zwiespältige Gefühle hervor. Einerseits sind sie als Friedenssymbole bekannt, andererseits kommen sie so häufig vor, dass sie enorme Schäden anrichten. Vor allem Mais, Getreide und Gemüse dienen den Tauben als Nahrung – schon mancher Landwirt konnte seine Ernte abschreiben, nachdem riesige Tauben-„Schläge“ auf seinen Feldern eingefallen waren. In der Nähe des Menschen fühlen sich die Tauben besonders wohl – kein Wunder, dass es im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen die meisten Tauben Deutschlands gibt (in NRW werden jährlich knapp 500.000 Wildtauben erlegt). Trotz der negativen Faktoren kann man sich dem Reiz der Tauben nicht entziehen: Sie verbringen ihr Leben in Einehe und kennen kein aggressives Balzverhalten. Der Nachwuchs wird mit „Kropfmilch“ gefüttert, einem käseartigen Brei, gebildet in der Schleimhaut des Kropfes. Morgens findet bei den Tauben intensive Nahrungssuche statt, zwischen 11 und 15 Uhr ruhen sie auf hohen Bäumen. Danach wird noch einmal „gespeist“, ehe die Tauben in der frühen Dämmerung ihre Schlafplätze aufsuchen.