Schwarzwild

Wildschwein
Foto: Ich und Du/pixelio.de

Allgemeines:

  • Das Wildschwein gilt als eines der intelligentesten wild lebenden Tiere Mitteleuropas.
  • Wildschweine können schlecht sehen; allerdings ist Ihr Geruchssinn hervorragend ausgeprägt.
  • Das Schwarzwild ist ein „Allesfresser“.
  • Das Wildschwein besitzt eine Gallenblase und gehört nicht zu den Wiederkäuern.
  • Das Höchstalter liegt beim Schwarzwild bei ca. 10 bis 15 Jahren.
  • Das Gewicht schwankt von Region zu Region  (ein weibliches ausgewachsenes Stück wiegt ca. 65 bis 90 kg und ein ausgewachsenes männliches Stück wiegt ca. 85 bis 150 kg).

Färbung:

  • Die Winterfärbung ist schwarz.
  • Die Sommerfarbe ist silber-grau.
  • Die Streifen der Frischlinge verlieren sich nach ca. 4 bis 6 Monaten.

Sozialverhalten:

  • Das Schwarzwild lebt gesellig in Rotten.
  • Morgens schieben Sie sich in den Bestand ein und bilden einen Kessel (liegen in einer kreisförmigen Anordnung mit dem Rüssel nach außen, um frühzeitig Gefahren wahrnehmen zu können).
  • Nur die starken männlichen Stücke (Keiler) sind Einzelgänger.

Paarungs- und Setzzeit:

  • Die Rauschzeit (Paarungszeit) bewegte sich in früheren Zeiten in dem Zeitraum November bis Januar.
  • Heute können die weiblichen Stücke (Bachen) das ganze Jahr über aufnahmefähig (rauschig) werden. Das hat zu einer hohen Vermehrungsrate des Schwarzwildes geführt.
  • Die Tragzeit beträgt 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage.
  • Die Anzahl der Frischlinge pro Wurf schwankt zwischen 4 und 8.
  • Die Bachen bauen sich zum Frischen ein Nest aus Reisig (Wurfkessel).

Biotop:

  • Feuchte Laubholzstandorte mit gesichertem Vorkommen von Buchen (Bucheckern) und Eichen (Eicheln).
  • Die Möglichkeit der Anlage von Suhlen – zur Anlage eines Schlammpanzers zur Abwehr gegen Insekten und Parasiten – muss gewährleistet sein.
  • Das Vorkommen von Würmern und Kerbtieren (Käfer) muss gewährleistet sein.

Bestandssituation und Folgen:

  • Im Wald ist das Schwarzwild nützlich. Es lockert den Boden auf und vernichtet die Schädlinge des Waldes.
  • Im Feld kann das Wildschwein allerdings große landwirtschaftliche Schäden anrichten.
  • Wegen der hohen Vermehrungsrate ist eine scharfe Bejagung des Schwarzwildes unerlässlich.
  • Zur Eindämmung der Schweinepest – eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die nicht auf den Menschen übertragbar ist – ist eine intensive Bejagung des Schwarzwildes erforderlich.