Dezember

  • Bei den beschlagenen Ricken geht die Eiruhe zu Ende. Jetzt beginnt sich der Embryo zu entwickeln. Vielerorts geht die Jagd auf weibliches Rehwild bis Ende Januar. Es ist wahrlich keine Freude, eine so spät erlegte Ricke aufzubrechen zu müssen, wenn sie bereits ein oder zwei kleine Embryonen in der Gebärmutter trägt. Die Bockkitze haben schon kleine Knöpfe oder kleine Spießchen geschoben, die sie bald wieder abwerfen. Unmittelbar darauf erfolgt das Wachstum des neuen Gehörns.
  • Das Rotwild steht nun in den Wintereinständen, an den Fütterungen oder in den Wintergattern. Ruhe ist hier das oberste Gebot. Jegliche Störung durch Skifahrer ist zu vermeiden.
  • Beim Schwarzwild ist immer noch Rauschzeit. Die alten Keiler, die sich sonst recht einsiedlerisch versteckt gehalten haben, vergessen nun auf der Suche nach rauschigen Bachen alle Vorsicht.
  • Ein Ansitz in schneeheller Nacht lohnt sich jetzt auf jeden Fall, denn auch die Füchse sind unterwegs. Sie tragen nun Ihren schönsten Balg. Die Lockjagd mit der Hasenquäke bei mond- oder schneeheller Nacht – ein jagdlicher Leckerbissen besonderer Art!
  • Die Hasen, die den hohen Infektionsdruck während der Erntemonate überstanden haben, sind sehr robust und widerstandsfähig. Obwohl sie jetzt wenig Äsung finden, werden sie den Winter gut überstehen. Dennoch sollte man sie bei der Winterfütterung nicht vergessen.
  • Die Wildenten sammeln sich nun an den eisfreien Gewässern und sind für Futter (Getreide) sehr dankbar. Mit regelmäßig ausgebrachtem Getreide lassen sich die Enten nun an beinahe jedes Wasserloch locken. Es ist sicherlich nicht waidmännisch, sie dann dort zu erlegen. Leider wird diese Kirrmethode gerade in Revieren, die sonst über kein Entenvorkommen verfügen, allzu oft angewendet.