Juni

  • Ältere Rehböcke werden jetzt recht heimlich. Sie scheinen aus dem Revier spurlos verschwunden zu sein. Man sollte sie jetzt nicht in ihren Einständen durch Pirschgänge unnötig stören. Bei einem stillen Ansitz dagegen, zu ungewohnter Stunde (um die Mittagszeit), kann man den einen oder anderen heimlichen Bock am ehesten antreffen. Starke Böcke sollten noch geschont werden. Vorrangig gilt die Jagd jetzt den Jährlingen und schwachen Abschussböcken. Hauptsächlich sind die Ricken mit ihren Kitzen zu sehen.
  • Die Hirsche tragen nun ihr Bastgeweih. Im Gebirge halten sich die Tiere mit den Kälbern eher in den niederen, ungefährlicheren Lagen auf. Erst mit drei Monaten können die Hirschkälber den Muttertieren auch in unwegsameres Gelände folgen.
  • Die Jungfüchse sind vor dem Bau anzutreffen und machen auch schon ihre ersten Ausflüge. Gerade für Jungjäger ist nun der Ansitz am Fuchsbau eine lohnende Sache. Stimmungsvoller ist oftmals der Ansitz in der Winternacht. Im Rahmen Fasanen-, Rebhuhn- und Hasenhege ist aber der Ansitz auf Jungfüchse unerlässlich.
  • Bei den Feldhasen gibt es immer noch Nachwuchs. Das Nahrungsangebot ist jetzt groß, die Witterung oftmals trocken. Die nun gesetzten Junghasen haben im Gegensatz zu den früher gesetzten Jungen eine viel bessere Überlebenschance. Die Hasenpopulation hat nun zahlenmäßig den Höhepunkt erreicht Jetzt sollte man die Hasen bei der abendlichen Revierfahrt zählen, um einen etwaigen Überblick über die Population zu bekommen. Die Dunkelziffer ist hoch. Keinesfalls sollten im Herbst mehr Hasen erlegt werden, als man jetzt gezählt hat.
  • Die Sauen gehen nun nachts gerne auf den großen Feldern zu Schaden. Die Gefahr, bei schlechtem Licht versehentlich eine führende Bache zu erlegen, ist sehr groß. Man sollte deshalb grundsätzlich nur Frischlinge und einwandfrei angesprochene Überläufer schießen.