September

  • Die Rehe beginnen bereits zu verfärben. Der Rehbockabschuss sollte jetzt bereits erfüllt sein. Nun beginnt die verantwortungsvolle Jagd auf weibliches Rehwild. Schmalrehe und nicht führende Ricken sollten bevorzugt erlegt werden. Von Zwillingskitzen immer das deutlich schwächere wegnehmen, auch wenn es ein Bockkitz ist.
  • Beim Rotwild beginnt die hohe Zeit der Brunft. Im Flachland beginnt sie bereits gegen Anfang, im Gebirge erst gegen Ende des Monats. Gewaltig dröhnen die Brunftschreie des Rothirsches durch die frühherbstlichen Wälder und deutlich ist das Aufeinanderschlagen der Geweihe kämpfender Hirsche zu vernehmen. Jetzt dürfen die reifen Hirsche „geerntet“ werden. Bei der Jagd kommt jetzt der Hirschruf zum Einsatz. Schmalspießer sind zum Teil immer noch im Bast. Junge Hirsche verfegen jetzt.
  • Die Jagd auf Stockenten ist auf. Da die Schofe noch nicht ganz ausgewachsen sind und manche Enten die Mauser noch nicht beendet haben, sollte man die Enten noch nicht am Wasser bejagen. Jetzt kann man die flugfähigen Schofe auf den abgeernteten Getreidefeldern bejagen, wo sie abends oft zu einer großen Zahl einfallen, um Körner aufzunehmen.
  • Auch die spät geschlüpften Ringeltauben sind jetzt flügge. Erwachsene Tauben erkennt man leicht am weißen Halsfleck, der bei Jungtauben noch fehlt.
  • Bei der Jagd auf Schwarzwild sollte man sich vermehrt um den Abschuss von Frischlingen bemühen.
  • Die jungen Fasanenhahnen sind von den alten nur noch durch ihrer kürzeren Stoß zu unterscheiden.
  • Die Schnepfen verlassen uns wieder und ziehen gegen Süden in wärmere Gefilde.